Prediger Micha Lenze beginnt seine Predigt mit einem Verweis auf den aktuellen Konflikt in Israel und betont, dass die Geschichte dieses Volkes als Spiegel für das Verhalten von Christen dient. Er leitet zu 4. Mose 32,1-7 über, um das Verhalten der Stämme Ruben und Gad am Ende der 40-jährigen Wüstenwanderung zu beleuchten. Diese Stämme wollten sich östlich des Jordans niederlassen, da das Land für ihre Viehherden geeignet war, anstatt das von Gott verheißene Land westlich des Jordans zu erobern. Mose konfrontiert sie mit der Frage: „Sollen eure Brüder etwa in den Kampf ziehen und ihr wollt hier bleiben?“, und erinnert sie an die Ungehorsamkeit ihrer Väter.
Lenze identifiziert drei zentrale Probleme, die sich aus dieser Begebenheit ableiten lassen und auf das christliche Gemeindeleben übertragen werden können. Erstens, den „Verlust der Sehnsucht“ nach Gottes Verheißungen und der Wiederkunft Jesu. Er kritisiert die Bequemlichkeit, sich mit dem „zweitbesten“ zufriedenzugeben und den Kampf der Heiligung zu meiden, was zu einem Stillstand im Glaubensleben führt. Zweitens, die Haltung „was du willst dir dienen lassen, aber selbst nicht dienen“. Micha Lenze vergleicht die Stämme Ruben und Gad mit Christen, die die Früchte des Dienstes anderer genießen, aber selbst nicht bereit sind, sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten im Reich Gottes einzubringen. Er untermauert dies mit dem Missionsbefehl aus Matthäus 28,18-19 und dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg aus Matthäus 20,1-6.
Drittens warnt Lenze vor dem „Verlust der Gemeinschaft“. Die geografische Isolation der Stämme Ruben und Gad östlich des Jordans machte sie verwundbar. Er überträgt dies auf Christen, die sich von der Gemeinde abkapseln und dadurch dem Feind Angriffsflächen bieten, anstatt im Schutz und der gegenseitigen Unterstützung der Gemeinschaft zu stehen. Abschließend thematisiert Micha Lenze den Kompromiss, den Mose mit den Stämmen schloss, und betont, dass Kämpfe und Verfolgung im christlichen Leben unvermeidlich sind (2. Timotheus 3,12), unabhängig davon, ob man aktiv dient oder passiv bleibt. Der Unterschied liege im Lohn. Er ermutigt diejenigen, die dienen, ihr Herz nicht durch die Untätigkeit anderer entmutigen zu lassen, sondern auf die Verheißungen des Herrn zu blicken.
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
13 PredigtenFrauenfrühstück
Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
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