Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadete! Der Herr ist mit dir. Lukas 1,28

Das Neue Testament stellt Maria als eine hingegebene Dienerin Gottes vor. Als ihr der Engel Gabriel sagte, dass Gott sie erwählt habe, den Sohn Gottes zu gebären, nahm sie es demütig an. »Siehe, ich bin die Magd des Herrn; es geschehe mir nach deinem Wort«, antwortete Maria (Lk 1,38).
Die Schrift erwähnt Maria kurz im Zu-sammenhang mit verschiedenen Ereig-nissen im Leben Jesu. Während der Hoch-zeitsfeier zu Kana, als der Wein ausging, bat Maria Jesus um Hilfe und wies die Diener an: »Was er euch sagen mag, tut!« (Joh 2,5). (Das ist ein guter Rat für uns alle.) Als Jesus am Kreuz hing, stand Maria in der Nähe (Joh 19,25). Nach Christi Himmelfahrt kehrte sie mit den Jüngern in den Obersaal zurück. Dort widmete sie sich dem Gebet (Apg 1,14).
Die Bibel sagt nichts über das restliche Leben Marias. Wenn man alles zusam-mennimmt, ist es in der Tat wenig, was über sie gesagt wird.
Im Gegensatz dazu hat die katholische Kirche eine Menge über Maria zu sagen und geht oft weit über den biblischen Bericht hinaus. Zum Beispiel erklärt die Kirche, Maria sei ohne Erbsünde geboren worden. Sie bezeichnet dies als die »Lehre von der Unbefleckten Empfängnis«. Im Jahr 1854 erklärte Papst Pius IX. diese Auffassung zum Dogma, zur offiziellen Lehre, die angeblich von Gott offenbart sei. Obwohl die Bibel sagt, »alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes« (Röm 3,23), behauptet die Kirche, dass Maria nie gesündigt habe.
Die Kirche lehrt außerdem, dass Gott Maria am Ende ihres Lebens leiblich in den Himmel aufnahm. Das ist die Lehre von »Mariä Himmelfahrt«. Papst Pius XII. erklärte sie im Jahr 1950 zum Dogma. In der Bibel wird nicht erwähnt, dass Gott Maria in den Himmel nahm.
Die Kirche sagt, dass Maria als »Königin des Himmels und der Erde« im Himmel throne. Sie weise die Treuen an, zu ihr zu beten als »die vollmächtige Jungfrau«, »Mutter der Barmherzigkeit«, »Thron der Weisheit« und »Allerheiligste«. Die Menschen sollen ihre Gebete zu ihr senden als »Fürsprecherin«, »Helferin«, »Mutter der Gnade« (durch welche alle Segnungen fließen) und »Mittlerin«.
Die Bibel reserviert solche Titel für Gott. Sie lehrt, dass »einer Mittler ist zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus« (1Tim 2,5). Sie legt den Christen nahe, ihre Bedürfnisse im Namen Jesu direkt zu ihrem himmlischen Vater zu bringen (Joh 14,13.14). In der ganzen Bibel gibt es kein Beispiel, in dem jemand zu Maria oder zu den Heiligen betet.
Schließlich sagt die Kirche, dass Maria die »Zuflucht der Sünder« ist. Nach dem Katechismus der Katholischen Kirche sollten Katholiken ihre Seele in ihrer Todesstunde Marias ganzer Fürsorge übergeben. Im Gegensatz dazu lehrt die Bibel, dass wir unser völliges Vertrauen in Christus zur Errettung setzen sollen (Röm 10,8-13).

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