Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis! Lukas 22,19

Als der Herr das Gedächtnismahl einsetzte, bat Er Seine Jünger, Brot und Wein zu nehmen, um sich an Ihn zu erinnern. Diese dienten als Symbole für Seinen Leib und Sein Blut. Solche Symbole sollten den Christen helfen, ihre Verehrung auf das zu konzentrieren, was der Herr am Kreuz für sie tat. Auf diese Weise »verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt« (1Kor 11,26).
Die römisch-katholische Kirche hat die-se einfache Handlung in ein mysteriöses Ritual verwandelt. Es ist nicht länger bloß das Ziel, sich an einem Tisch mit Brot und Wein an Christus zu erinnern. Mittlerweile opfert der Priester Christus angeblich auf dem Altar und folgt dabei der Tradition. Dies findet in der Messe statt, während der Priester die Worte Christi wiederholt, die Er beim Gedächtnismahl sprach. Die Kirche behauptet, dass in diesem Moment das Brot und der Wein zum wahrhaftigen Leib und Blut Jesu werden, deren göttliche Gegenwart somit angebetet wird. Indem der Priester das Brot und den Wein über den Altar hebt, repräsentiert er Christus in Seiner Opferfunktion für den Vater. Die Kirche sagt, dass dieses Opfer die Sünden der Lebenden und der Toten sühnt. Sie be-hauptet, dass es ein wahrhaftiges Opfer ist, das Opfer auf dem Kreuz.
Dieses Ritual findet keine Grundlage in der Bibel. Nirgendwo lesen wir, dass die ersten Christen versucht haben, Christus durch Brot und Wein zu opfern. Das Kreuz war ein entsetzliches Ereignis, bei welchem die Feinde Christi Ihn zu Tode peinigten. Warum sollten Christen den Wunsch haben, das fortzusetzen? Einmal reichte aus. Als Jesus am Kreuz starb, sagte Er: »Es ist vollbracht!« (Joh 19,30). Er ist »das ein für alle Mal ge-schehene Opfer des Leibes Jesu Christi« (Hebr 10,10). »Wo aber Vergebung dieser Sünden ist, gibt es kein Opfer für Sünde mehr« (Hebr 10,18). Des Weiteren ist Christus nun verherrlicht im Himmel. Er ist kein Opfer, welches in einer ständigen Opferung angeboten werden muss. Die Bibel sagt: »Da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn« (Röm 6,9). Trotz alledem sagt die römisch-katholische Kirche, dass das Opfer auf dem Kreuz immer wieder erneuert werden muss. Es wird behauptet, dass dies nötig sei, um das Werk der Erlösung zu erfüllen. Deshalb führen katholische Priester das Opfer während der Messe Millionen Mal im Jahr aus.
Jeder von uns muss sich entscheiden, wie er Christus verehrt. Unser Verständnis von der Errettung wird diese Entscheidung beeinflussen. Wenn wir hoffen, durch einen lebenslangen Prozess von Sakramenten, Gehorsam und guten Werken in den Himmel zu gelangen, dann werden wir wahrscheinlich das Bedürfnis nach einem andauernden Opfer während der Messe haben. Wenn wir hingegen auf den Kreuzestod Christi vertrauen als einem vollkommenen und ausreichenden Op-fer für unsere Sünden, werden wir Sein vollendetes Werk preisen wollen. Unser Wunsch wird es sein, Ihn mit Christen zu verehren, die Brot und Wein als Symbole verwenden, um sich an Christus zu erinnern, Ihn aber nicht erneut opfern wollen.
 

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