Identität: Diener der Gerechtigkeit

Identität: Diener der Gerechtigkeit

Lukas Rosental beginnt seine Predigt, indem er die zentrale Aussage „Ich bin ein Diener der Gerechtigkeit“ aus Römer 6, Vers 18 vorstellt. Er betont, dass dieser Vers allein keine vollständige Identifizierung biete und es notwendig sei, den gesamten Kontext von Römer 6 zu betrachten. Der Prediger führt aus, dass Gläubige einst Knechte der Sünde waren, nun aber von ihr befreit und der Gerechtigkeit dienstbar geworden sind. Er erläutert anhand von Römer 6, Vers 1-4, dass die Taufe symbolisch den Tod des alten, sündigen Ichs und die Auferstehung zu einem neuen Leben in Christus darstellt. So wie Christus der Sünde gestorben und auferweckt wurde, sollen auch Christen in einem neuen Leben wandeln.

Um das Konzept der „neuen Schöpfung“ zu vertiefen, zieht Lukas Rosental 2. Korinther 5, Vers 14-17 heran. Er erklärt, dass Jesus für alle gestorben und auferstanden ist, damit jene, die glauben, nicht mehr für sich selbst, sondern für ihn leben. Als neue Schöpfung haben Christen eine neue Lebensaufgabe: für Gott zu leben. Im Gegensatz zum alten Leben, das von der Sklaverei der Sünde und dem „Fleisch“ (Selbstbezogenheit) geprägt war, steht das neue Leben unter der Herrschaft Gottes und der Liebe zum Nächsten. Rosental untermauert Gottes Fürsorge und Wissen um jeden Einzelnen mit Psalm 139, Vers 2-5 und 15-16, um die Zuhörer zu ermutigen, dass sie als Kinder des Schöpfers nicht vergessen werden. Er verdeutlicht weiter mit Römer 6, Vers 5-11, dass der alte Mensch mit Christus gekreuzigt wurde, damit der Leib der Sünde unwirksam werde und wir der Sünde nicht mehr dienen müssen. Die Sünde hat keine Auswirkung mehr auf das neue Leben, ähnlich wie ein Toter nicht auf materielle Anreize reagiert.

In der praktischen Anwendung (Römer 6, Vers 12-13) fordert Rosental dazu auf, die Glieder nicht der Sünde als Werkzeuge der Ungerechtigkeit hinzugeben, sondern Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit. Er adressiert die mögliche Verwirrung zwischen dem „tot sein für die Sünde“ und dem fortbestehenden „Fleisch“. Er erklärt, dass die neue Identität als Kind Gottes die Fähigkeit verleiht, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und sich bewusst für das Leben für Gott zu entscheiden. Das Kind Gottes soll über das „Fleisch“ bestimmen und verhindern, dass es zur Sünde verleitet. Die Sünde soll nicht über uns herrschen, da wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade stehen (Römer 6, Vers 14-23). Lukas Rosental betont, dass die Bezeichnung „Sklave der Gerechtigkeit“ ein Lob und ein Erkennungsmerkmal für diejenigen ist, die nicht anders können, als das Gute und Gerechte zu tun. Dies ist jedoch nicht aus eigener Kraft möglich, sondern allein durch Gottes Gnade, der alle Ehre gebührt.

Abschließend erklärt Lukas Rosental die Wiederholungen des Paulus damit, dass die erste Generation der Christen in Rom ein klares Beispiel brauchte, wie sie sich nicht verhalten sollten. Paulus stellte das alte sündige Leben dem neuen Leben in Christus gegenüber, um ihnen eine klare Orientierung zu geben. Der Eifer, mit dem die Menschen einst sündigten, soll nun dem Dienst der Gerechtigkeit gewidmet werden. Während der Lohn der Sünde der Tod ist, wartet auf den Diener der Gerechtigkeit durch Gottes Gnadengabe das ewige Leben in Christus Jesus. Die neue Identität als Diener der Gerechtigkeit bietet somit eine klare Zukunftsperspektive und eine Ewigkeit mit dem himmlischen Vater.

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