Andreas Friesen beginnt seine Predigt mit der fundamentalen Frage nach der Identität: „Wer bin ich oder wer bist du?“ Er stellt fest, dass diese Frage in der heutigen Zeit, in der die moderne Welt suggeriert, man könne sich mit allem oder als beliebiges Wesen identifizieren, hochaktuell ist. Der Prediger grenzt diese weltliche Sichtweise jedoch schnell ab und lenkt den Fokus auf eine „übergeordnete Identität“. Er betont, dass die wahre Antwort auf diese tiefgreifende Frage nicht in Büchern, Orten oder bei Menschen zu finden ist, sondern im „Buch der Bücher“ – der Bibel. Der Weg zu dieser Identität führt über Jesus Christus: Wer ihn kennenlernt, um Sündenvergebung bittet und ihm sein Herz übergibt, erlebt einen Identitätswandel und erhält in Gottes Augen eine neue, übergeordnete Identität als „Licht der Welt“.
Friesen entfaltet diese neue Identität anhand mehrerer Bibelstellen. Er zitiert Matthäus 5,14-16, wo Jesus seine Nachfolger als „Licht der Welt“ bezeichnet, das nicht verborgen bleiben, sondern leuchten soll, damit Menschen die guten Werke sehen und den Vater im Himmel verherrlichen. Die Grundlage dafür ist Jesus Christus selbst, der sich in Johannes 8,12 als das „Licht der Welt“ offenbart. Wer ihm nachfolgt, wandelt nicht in der Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens. Der Prediger veranschaulicht dies mit dem Bild des Mondes, der nur ein Abglanz der Sonne ist – so sind auch wir als Kinder Gottes ein Abglanz der Lichtquelle Jesus Christus (Philipper 2,15). Praktisch bedeutet dies, als „Kinder des Lichts“ zu wandeln, wie in Epheser 5,8-10 beschrieben, und ein Leben in Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit zu führen, indem wir prüfen, was dem Herrn wohlgefällig ist. Dieser Wandel von der Finsternis zum Licht ist nur durch Jesus Christus möglich, den wir als Opferlamm anerkennen und anbeten müssen.
Abschließend mahnt Andreas Friesen, das eigene Licht nicht „unter den Scheffel“ zu stellen, also nicht aus Scham, Verzweiflung oder Faulheit zu verbergen. Er erklärt die Bedeutung des Scheffels als Hohlmaß und die Redewendung, die besagt, man wolle nicht zeigen, was man wirklich draufhat. Stattdessen sollen Christen ihr Licht bewusst leuchten lassen, über Jesus und das Evangelium sprechen und durch fleißigen Dienst und gute Werke in Sanftmut und Weisheit den Vater im Himmel verherrlichen. Es geht darum, dass die Mitmenschen nicht den Menschen, sondern Gottes gute Werke sehen und ihn anbeten. Der Prediger schließt mit dem Wunsch, dass das Licht jedes Einzelnen hoch auf dem Lampengestell stehe, um viele Mitmenschen anzuleuchten und zu erhellen, und spricht Gottes Segen aus.
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
13 PredigtenFrauenfrühstück
Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
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