Gute Werke! – Was motiviert dich gutes zu tun?

In der Predigt „Gute Werke! – Was motiviert dich gutes zu tun?“ beleuchtet Prediger Ditmar Bangel die entscheidende Frage nach der inneren Triebfeder unseres Handelns. Er betont, dass es bei unseren Werken nicht darum geht, ob wir Gutes tun, sondern warum. Denn Gott blickt auf das Herz, und die Motivation hinter unseren Taten wiegt schwerer als die Taten selbst. Ein Geschenk ist nur dann wertvoll, wenn es aus Liebe gegeben wird, nicht aus Zwang. Ditmar Bangel zitiert dazu Psalm 51,18-19 (Schlachter 2000), der verdeutlicht, dass Gott keine äußerlichen Opfer, sondern ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz sucht – ein Herz, das seine Sünden erkennt und auf ihn ausgerichtet ist.

Problematische Motivationen für Gute Werke

Prediger Ditmar Bangel identifiziert mehrere gängige, aus biblischer Sicht jedoch kritische Motivationen für gute Taten, die das Keyword „Gute Werke“ in ein falsches Licht rücken können:

1. Gesehen werden wollen – die Falle der Heuchelei

Die erste problematische Motivation ist das Verlangen, von anderen gesehen und gelobt zu werden. Dies führt laut Ditmar Bangel zur Heuchelei, bei der Taten nicht aus echter Nächstenliebe, sondern aus dem Wunsch nach menschlicher Anerkennung geschehen. Solche Menschen haben ihren Lohn bereits erhalten – die flüchtige Anerkennung, die vor Gott wertlos ist. Er verweist auf Matthäus 6,1-4 (Schlachter 2000), wo Jesus mahnt, Almosen im Verborgenen zu geben, damit nur Gott, der Vater im Himmel, die guten Werke sieht und vergeltet.

2. Aus Gewissensdruck oder Zwang – die Bürde des Müssens

Eine weitere falsche Motivation ist, Gutes aus einem inneren Gewissensdruck oder Zwang heraus zu tun. Hierbei handelt es sich nicht um freudiges Geben, sondern um eine Last, ein „Muss“, um Schuldgefühle zu lindern oder sich besser zu fühlen. Ditmar Bangel erklärt, dass Gott keine Werke liebt, die widerwillig oder unter Zwang geschehen. Dies untermauert er mit 2. Korinther 9,7 (Schlachter 2000), wo es heißt, Gott liebe einen fröhlichen Geber. Wahre Großzügigkeit entspringt demnach einer inneren Freude, nicht einem schlechten Gewissen.

3. Zur Selbstrechtfertigung vor Gott – ein vergeblicher Versuch

Die wohl gefährlichste Motivation ist der Glaube, durch gute Werke den Himmel verdienen oder sich Gottes Liebe erarbeiten zu können. Ditmar Bangel bezeichnet dies als das Kernproblem vieler Religionen, das den Menschen in einen Kreislauf aus Anstrengung und Selbstverurteilung treibt. Er stellt klar, dass sich der Mensch niemals durch eigene Werke vor Gott rechtfertigen kann, da Erlösung ein Geschenk Gottes ist. Er zitiert eindringlich Epheser 2,8-9 (Schlachter 2000): „Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ und Galater 2,16 (Schlachter 2000): „Wobei wir wissen, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch Glauben an Jesus Christus…“ Diese falschen Motivationen stellen immer den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt, anstatt Gott zu ehren.

Die biblisch fundierte Motivation für Gute Werke

Nachdem Ditmar Bangel die problematischen Motivationen aufgezeigt hat, wendet er sich der Frage zu, was die richtige und biblisch fundierte Motivation für echte gute Werke ist. Diese entspringt einem erneuerten, „neuen Herzen“, das Gott in den Menschen hineinlegt, wie es in Hesekiel 36,26-27 (Schlachter 2000) beschrieben wird.

1. Dankbarkeit als Motor für Taten der Liebe

Die Hauptmotivation für gute Werke ist tiefe Dankbarkeit. Wir tun Gutes, nicht um gerettet zu werden, sondern weil wir bereits durch Gottes Gnade gerettet sind. Die bedingungslose Liebe Gottes, die uns zuerst galt, ist der Auslöser unserer Liebe und unserer Taten. Ditmar Bangel bekräftigt dies mit 1. Johannes 4,19 (Schlachter 2000): „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ und Römer 5,8 (Schlachter 2000). Gute Werke sind eine freudige und spontane Antwort auf die empfangene Gnade und Liebe.

2. Zur Verherrlichung Gottes – das wahre Ziel unserer Werke

Der ultimative Zweck aller aus Dankbarkeit entspringenden Werke ist es, Gott zu verherrlichen. Unsere Taten sollen nicht uns selbst ins Rampenlicht rücken, sondern Gott ehren, damit andere durch unser Leben seine Größe und Güte erkennen. Matthäus 5,16 (Schlachter 2000) formuliert es klar: „So lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ Ditmar Bangel betont, dass diese Werke von Herzen getan werden, als Dienst am Herrn und nicht an Menschen, mit der Gewissheit, dass die wahre Belohnung vom Herrn kommt, wie in Kolosser 3,23-24 (Schlachter 2000) zu lesen ist. Es ist Gott selbst, der in den Gläubigen das Wollen und das Wirken bewirkt (Philipper 2,13, Schlachter 2000).

3. Ein Beweis für einen lebendigen Glauben

Schließlich sind gute Werke auch ein unvermeidlicher Beweis für einen lebendigen Glauben. Sie sind nicht die Ursache der Erlösung, aber ihre logische Frucht. Ein Glaube ohne Werke ist tot, so Ditmar Bangel unter Berufung auf Jakobus 2,17-18 (Schlachter 2000). Wahre, rettende Glaube wird sich immer in Taten der Liebe und des Gehorsams manifestieren.

Am Ende seiner Predigt ruft Ditmar Bangel zur Selbstreflexion auf: Welche Motivation steckt wirklich hinter unseren guten Werken? Sind es Zwang, der Wunsch nach Anerkennung oder Selbstrechtfertigung? Oder entspringen sie einem dankbaren Herzen, das Gott verherrlichen möchte? Er fordert dazu auf, alles, was wir tun, im Gehorsam und zur Ehre Gottes zu tun, und schließt mit den Worten aus Kolosser 3,17 (Schlachter 2000): „Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn.“ Die Predigt endet mit einem Gebet für ein verändertes Herz und reine Motivation für alle unsere guten Werke.

 

Bibelstellen:

Hier sind die aufgelisteten Bibelstellen, sortiert nach der Reihenfolge der Bücher in der Bibel und innerhalb der Bücher nach Kapitel und Vers:

Hesekiel 36,26-27 | Psalm 51,18-19 | Matthäus 5,16 | Matthäus 6,1-4 | Römer 5,8 | Römer 11,35 | 2. Korinther 9,7 | Galater 2,16 | Epheser 2,8-9 | Philipper 2,13 | Kolosser 3,17 | Kolosser 3,23-24 | Jakobus 2,17-18 | 1. Johannes 4,19

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