Michael Ziegler eröffnet seine Predigt mit dem Thema „Die Ewigkeitsperspektive“, das als Fortsetzung seiner vorherigen Botschaften über die Selbstverleugnung und das Aufnehmen des Kreuzes dient. Er stellt die zentrale Frage, wozu sich all diese Mühen lohnen, und richtet den Blick auf die Zukunft, den Himmel und die Ewigkeit. Ziegler gesteht ein, dass das Thema so umfassend ist, dass es kaum in eine einzelne Predigt passt. Sein Ziel ist es, die Vorfreude der Zuhörer auf den Himmel zu steigern und ihnen daraus Kraft, Mut, Hoffnung und Trost für das oft leidvolle Leben in dieser Welt zu schöpfen.
Im ersten Hauptpunkt, „Leid – Wir sitzen alle im selben Boot“, argumentiert Ziegler, dass das Leben auf Erden wesentlich Leid bedeutet und jeder sein spezifisches Kreuz zu tragen hat. Er illustriert dies eindringlich mit der Geschichte von Sam Albury, einem homosexuellen Christen, der durch Matthäus 5,28 („Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“) erkannte, dass alle Menschen mit ihrer Sexualität ringen und sie nicht vorbehaltlos ausleben können. Ziegler erweitert diese Erkenntnis auf die allgemeine Ungerechtigkeit und Mühsal des Lebens – sei es in Beziehungen, Aussehen, Talent oder Herkunft. Er betont, dass Gott dies alles zugelassen hat und es seinem souveränen Willen entspricht, und wiederholt die Frage nach dem Sinn all dieser Entbehrungen und des Ausharrens.
Der zweite Punkt, „Unsere Werke folgen uns nach“, greift die menschliche Sehnsucht nach bleibendem Gedenken auf, wie sie im Beispiel des Achilles aus dem Film „Troja“ dargestellt wird. Ziegler kontrastiert dies mit der biblischen Antwort, die sowohl erschreckend als auch beflügelnd ist: Alle unsere Werke, Gedanken und Worte, ob gut oder böse, werden uns in die Ewigkeit folgen und offenbar werden (Offenbarung 14,13; Lukas 8,17; Lukas 12,2-3; 1 Timotheus 5,24-25). Er versichert, dass Gott jede Anstrengung und jedes Leid sieht und erinnert an das „Glas Wasser“ und die Frau mit dem Alabasterfläschchen (Markus 14,3-9), deren Tat weltweit im Evangelium verkündigt wird. Abschliessend wendet sich Ziegler der „kommenden Herrlichkeit“ zu. Er zitiert Offenbarung 21,4, wo Gott alle Tränen abwischen wird, und Psalm 56,9, der besagt, dass Gott unsere Tränen zählt und in seinem Buch festhält. Dies ist eine zutiefst tröstliche Verheissung, die zeigt, dass kein Leid ungesehen bleibt. Er schliesst mit Römer 8,18, der die Leiden der jetzigen Zeit als nicht vergleichbar mit der zukünftigen Herrlichkeit darstellt, und bekräftigt, dass sich die Selbstverleugnung lohnt, nicht nur wegen der Annehmlichkeiten des Himmels, sondern wegen der Gegenwart Gottes selbst.
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
13 PredigtenFrauenfrühstück
Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
1 Predigt1. Petrus Brief
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