Der wahre Weinstock und seine Reben: Identität in Christus

Nikolaus Warkentin beginnt seine Predigt zum Thementag “Identität” mit einer Einführung in Johannes 15, Verse 1 und 5, wo Jesus sich selbst als den wahren Weinstock und seinen Vater als den Weingärtner bezeichnet. Er kontextualisiert diese Worte Jesu, die kurz nach dem letzten Abendmahl und vor dem Gang nach Gethsemane gesprochen wurden, und verweist auf Johannes 14,31. Der Prediger erklärt, dass Jesu Bezeichnung als “wahrer Weinstock” auf das Volk Israel anspielt, das im Alten Testament, beispielsweise in Psalm 80,9 und Jesaja 5,2, ebenfalls als Weinstock beschrieben wird, jedoch keine erwartete Frucht hervorbrachte und somit nutzlos war.

Warkentin illustriert die Bedeutung des Weinstocks und der Reben mit einer persönlichen Erfahrung aus seinem Garten. Er schildert, wie er einen Weinstock pflegte, der zunächst keine Frucht trug und dessen Wurzeln gereinigt werden mussten. Er betont die Selbstheilungskraft des Weinstocks als von Gott gewollt und überträgt dieses Bild auf die geistliche Realität. Jesus als der wahre Weinstock bringt gute Frucht hervor, und die Jünger bzw. Gläubigen sind die Reben. Die entscheidende Botschaft aus Johannes 15,5 ist, dass eine Rebe nur Frucht bringen kann, wenn sie mit dem Weinstock verbunden bleibt und von ihm alle lebensnotwendigen Nährstoffe empfängt.

Der Prediger fordert die Zuhörer zur Selbstreflexion auf: In welchem Weinstock sind wir eingepflanzt? Bringen wir gute Frucht? Er spricht über das Beschneiden der Reben, sowohl der schlechten als auch der gesunden, um mehr Frucht zu tragen. Dies deutet auf die Notwendigkeit geistlicher Reinigung und Disziplin im Leben eines Christen hin. Nikolaus Warkentin schließt mit der Ermahnung, in Jesus zu bleiben und mit Gottes Hilfe gute, süße Früchte hervorzubringen, damit andere erkennen, dass wir zu diesem Weinstock gehören. Er bekräftigt dies mit Johannes 15,9: “Bleibt in meiner Liebe.”

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