Du bist geliebt

S. Plock beginnt ihre Predigt bei einem Frauenfrühstück mit einer persönlichen und humorvollen Vorstellung ihrer österreichischen Herkunft und ihrer multikulturellen Familie. Sie leitet über zum zentralen Thema der Liebe, indem sie die Zuhörerinnen fragt, wann sie sich geliebt fühlen. Die Antworten reichen von praktischen Gesten wie einem gekochten Kaffee über schöne Worte und zärtliche Blicke bis hin zum Gefühl, angenommen zu sein und in Krisen nicht allein gelassen zu werden. S. Plock definiert Liebe als die höchste Form persönlicher Wertschätzung und betont, wie wichtig menschliche Liebe ist.

Anschließend konfrontiert S. Plock die Zuhörerinnen mit der oft harten Realität, dass viele Menschen sich ungeliebt fühlen, was sie als Wurzel von Depressionen sieht. Sie beschreibt verschiedene Szenarien, in denen menschliche Liebe unzureichend ist oder verloren geht – sei es durch Eltern, die Liebe nicht ausdrücken konnten, Ehepartner, die Bedürfnisse ignorieren, Kinder, die ausnutzen, oder durch traumatische Ereignisse und den Verlust geliebter Menschen. Diese ernüchternde Darstellung menschlicher Beziehungen mündet in die Frage, ob man ohne Liebe leben muss.

Die Predigerin verkündet daraufhin die gute Botschaft: „Du bist geliebt!“ – geliebt von Gott, dem Schöpfer. Sie begründet dies mit ihrem hundertprozentigen Vertrauen in die Bibel als Gottes Wort. Als Grundlage für ihre weiteren Ausführungen wird das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus Lukas 15,1-24 vorgelesen. Anhand dieses Gleichnisses entfaltet S. Plock drei Kennzeichen echter Liebe Gottes: Erstens, echte Liebe zwingt nicht, was sich darin zeigt, dass Gott den Menschen die Freiheit lässt, sich von ihm abzuwenden, wie der Sohn vom Vater. Zweitens, echte Liebe kann auch hart sein, indem Gott Notzeiten zulässt, um die Menschen zu sich zurückzuziehen und ihre Herzen für das Evangelium empfänglich zu machen. Dies untermauert sie mit persönlichen Zeugnissen und dem Beispiel ihrer eigenen Mutter. Drittens, echte Liebe kann warten, was die Geduld Gottes mit dem Menschen unterstreicht, der zunächst versucht, seine Probleme selbst zu lösen, bevor er sich Gott zuwendet.

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