Micha Lenze beginnt seine Predigt mit dem biblischen Bild des Menschen als Schaf und Gott als dem guten Hirten, ein Gleichnis, das der modernen Gesellschaft oft fremd ist. Er erklärt, dass er durch ein Buch eines ostafrikanischen Schafhirten tiefe Einblicke in die Weisheit Gottes in diesem Bild gewonnen hat. Der Prediger teilt offen seine persönlichen Herausforderungen der letzten 16 Monate – die Geburt seines Sohnes, eine Meisterausbildung, Vollzeitarbeit, Wohnungssuche und ein Gefühl der Überforderung, das ihn an den Rand der Verzweiflung brachte. In dieser Zeit flehte er zu Gott und fand unerwartet Kraft, indem er sich an seine eigene Predigt über Psalm 23, Vers 4 erinnerte: „Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der todeschatten, so fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“ Diese Erkenntnis, dass der Hirte stets vorangeht, auch durch die Täler des Lebens, führte ihn zu der persönlichen Feststellung: „Ich bin ein Schaf.“
Anschließend vertieft Micha Lenze die Metapher des Schafes, um menschliche Eigenschaften zu beleuchten. Er identifiziert zwei Hauptmerkmale: Erstens, die „Wolle“ der Schafe, die Krankheiten und Wunden verbergen kann, symbolisiert den menschlichen Stolz, die Scham und den Hochmut, die unsere inneren Nöte und falschen Ansichten maskieren. Er zitiert Kolosser 2, Vers 8, um vor irreführenden Philosophien zu warnen. Der Hirtenstab, der die Wolle teilt, um Wunden zu finden, steht für Gottes Wort, das unser Herz prüft und heilt (Psalm 139, Verse 23-24). Zweitens, die „Ruhelosigkeit“ der Schafe, die nur unter bestimmten Bedingungen (Freiheit von Angst, Frieden in der Herde, keine Störung, kein Hunger) zur Ruhe kommen. Diese Bedingungen kann nur der Hirte erfüllen. Micha überträgt dies auf die menschliche Angst und den Wunsch nach Kontrolle, die zu Ruhelosigkeit führen. Er betont, dass wahre Ruhe und Sicherheit nur in der Gegenwart Jesu, unseres Hirten, zu finden sind (Matthäus 28, Vers 20; Psalm 4, Vers 9).
Zuletzt spricht der Prediger über „Streit und Spannung“ innerhalb der Herde, die durch die Anwesenheit des Hirten sofort beendet werden. Er zieht Parallelen zur menschlichen „Ellbogengesellschaft“, zu Neid, Bitterkeit und Zorn, die auch in der Gemeinde auftreten können. Micha zitiert Hesekiel 34, Verse 17-24, wo Gott verspricht, zwischen den Schafen Recht zu sprechen und einen einzigen Hirten (David, ein Hinweis auf Christus) zu senden, der die Schwachen schützt und den Streit beendet. Er schließt mit der Botschaft, dass die Gegenwart Jesu in unserem Leben keinen Platz für sinnlose Rangeleien lässt und dass die Kleinen und Schwachen im Herzen des Hirten einen besonderen Platz haben. Die Predigt mündet in die Erkenntnis, dass das Bewusstsein der ständigen Gegenwart des Hirten selbst in den schwierigsten Tälern des Lebens unvorstellbare Ruhe und Frieden schenkt.
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
13 PredigtenFrauenfrühstück
Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
1 Predigt1. Petrus Brief
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