Dein größtes Problem!

Prediger Micha Lenze beginnt seine Osterpredigt mit einer persönlichen Reflexion über anlassbezogene Predigten, die ihn herausfordern, tiefer in sein Herz zu graben. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten verkündet er freudig die zentrale Botschaft: „Er ist auferstanden!“ Lenze betont, wie Jesus Zuversicht, Glauben, Freude, Mut und Hoffnung schenkte, den Tod überwand und die scheinbare Niederlage in den größten Sieg verwandelte. Er stellt die Frage in den Raum, ob damit nicht schon alles gesagt sei, leitet aber dann zu einer tiefergehenden Analyse über.

Der Prediger widmet sich der Frage, wie es zu der „Achterbahn der Gefühle“ in der Passionswoche kam, die die Jünger von Hoffnung zu Verzweiflung führte. Er diagnostiziert bei Jesu Anhängern ein „falsches Erwartungshaltungsmanagement“, illustriert durch eine persönliche Anekdote über einen enttäuschenden Airbnb-Urlaub. Lenze überträgt dies auf die Jünger, die einen politischen König erwarteten, der die Römer vertreiben und ein irdisches Friedensreich aufbauen würde. Ihr grundlegendes Problem war, dass sie den Kern des eigentlichen Problems – die Sünde und ihre Konsequenz, den Tod – vergessen hatten. Er führt die Zuhörer zurück in den Garten Eden (1. Mose 3), wo Adam und Eva durch Ungehorsam die Sünde in die Welt brachten und damit den Tod als Lohn der Sünde (Römer 6,23) verdienten.

Micha Lenze zieht eine eindringliche Parallele zwischen dem Garten Eden und dem Garten Gethsemane (Markus 14). Er erklärt, dass Adam und Eva im Garten Eden nicht starben, weil Gott seinen eigenen Sohn, Jesus, an ihre Stelle sandte. Jesus ging in den Garten Gethsemane, wo er sich fürchtete und erschrak, als er mit der Sünde der Menschheit beladen wurde. Dort wurde er verhaftet und später am Kreuz gerichtet, um die Strafe zu tragen, die Adam und Eva und alle Menschen verdient hatten. Lenze verweist auf 1. Mose 3,15 als die erste Prophetie der Bibel über den Sieg Jesu über den Teufel und auf 1. Mose 3,21, wo Gott Adam und Eva mit Fellen bekleidete, als Sinnbild für Gottes Gerechtigkeit, die unsere Schuld durch das Blut Jesu Christi zudeckt. Er kritisiert die menschliche Tendenz, Symptome (wie die römische Besatzung für Israel) statt des eigentlichen Problems (die Sünde) zu bekämpfen, und betont, dass wahre Vergebung und Heilung nur in Jesus Christus zu finden sind.

(0 Bewertungen)
Other Sermons
Recent terms
  • Thementage

    Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.

  • Frauenfrühstück

    Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.

  • 1. Petrus Brief

  • Jakobusbrief

  • Epheser Brief