In der Predigt mit dem Titel „Jesus – unsere große Belohnung!“ entfaltet der Prediger eine tiefgreifende Botschaft über das wahre Ziel menschlichen Strebens und christlichen Glaubens, wobei der wahre **Lohn** unseres Lebens im Mittelpunkt steht. Er thematisiert die verbreitete Suche nach Glück in materiellen Gütern, Erfolg oder Anerkennung, die oft in Leere mündet. Der Prediger leitet daraus die zentrale These ab: Der höchste **Lohn** ist nicht etwas, das Gott gibt, sondern Gott selbst – und damit Jesus Christus.
Der göttliche Lohn: Gott selbst ist die ultimative Belohnung
Als Fundament seiner Auslegung zitiert der Prediger 1. Mose 15,1, wo Gott zu Abram spricht: „Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“ Er betont, dass Gott hier nicht verheißt, einen Lohn zu *geben*, sondern er selbst der Lohn *ist*. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn sie definiert die Beziehung: Wir suchen Gott um Seiner selbst willen, nicht nur wegen Seiner Gaben. Der Prediger vergleicht dies mit einer wahren Ehe, die nicht auf materiellen Vorteilen basiert.
Kritik am Wohlstandsevangelium und die wahre Quelle der Erfüllung
Diese Perspektive führt den Prediger zu einer kritischen Betrachtung des Wohlstandsevangeliums, das oft materiellen Segen als Belohnung für den Glauben verspricht. Er verurteilt diese Lehre als Verfälschung, die Gott zu einem Mittel zum Zweck degradiert. Sie mache Gott zu einem „kosmischen Geldautomaten“, bei dem Gaben über den Geber gestellt werden – eine Form der Götzenverehrung.
Biblische Zeugnisse für den höchsten Lohn
Zur weiteren Untermauerung zitiert der Prediger Psalm 73,25: „Habe ich nur dich, so frage ich nichts nach Himmel und Erde“, was die Haltung eines Herzens verdeutlicht, das Gott über alles andere stellt. Ergänzt wird dies durch Psalm 16,11, der wahre, unvergängliche Freude in der direkten Gegenwart Gottes verortet.
Jesus Christus: Unser Weg zum ewigen Lohn
Der Prediger erklärt, dass Jesus uns durch sein Opfer am Kreuz nicht nur von der Sünde befreit, sondern uns vor allem zu Gott selbst führen wollte. Er verweist auf 1. Petrus 3,18, der betont, dass Jesus uns „zu Gott führe“. Das ultimative Ziel der Erlösung ist die ewige Gemeinschaft mit Gott – unser größter **Lohn**.
Opfer und spirituelle Reichtümer als göttlicher Lohn
Wer Jesus folgt, erfährt oft nicht irdische Gewinne, sondern Opfer. Der Prediger zitiert Matthäus 10,39: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Auch wenn Lukas 18,29-30 viel mehr verspricht, interpretiert der Prediger dies nicht primär als materiellen Segen, sondern als geistliche Reichtümer: tieferen Frieden, größere Freude und eine engere Gemeinschaft mit Gott und Gläubigen.
Paulus und die alles übertreffende Erkenntnis als Lohn
Ein kraftvolles Zeugnis liefert der Apostel Paulus in Philipper 3,8, wo er erklärt, dass er alles irdische für „Schaden“ und „Dreck“ hält, um Christus zu gewinnen. Diese radikale Aussage unterstreicht: Christus selbst ist der unbezahlbare Schatz und damit der wahre **Lohn**, für den es sich lohnt, alles andere aufzugeben. Die Parabel von der Perle mit dem großen Wert (Matthäus 13,45-46) dient als weiteres Bild für Jesus Christus.
Die himmlische Zukunft: Ewige Gemeinschaft als höchster Lohn
Die himmlische Zukunft wird vom Prediger nicht als Ort unabhängig von Gott beschrieben, sondern als Ort ewiger, ungetrübter Gemeinschaft mit Gott. Offenbarung 21,3 verdeutlicht dies: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen…“ Die Essenz des Himmels ist die direkte Gegenwart Gottes.
Prüfung des Herzens: Wo liegt Ihr wahrer Lohn?
Der Prediger fordert die Zuhörer auf, ihr Herz zu prüfen: Was ist *ihr* größter Lohn? Sehnt man sich nach etwas anderem als Gott, wird dies keine wahre Erfüllung bringen. Er spricht die menschliche Tendenz an, Leere mit Ersatzbefriedigungen zu füllen, die jedoch unzureichend sind. Die Geschichte vom reichen jungen Mann (Matthäus 19,16-30) verdeutlicht die Tragik, wenn materielle Güter den Platz Gottes einnehmen. Schwierigkeiten und Verluste können sogar von Gott gebraucht werden, um uns auf den wahren Lohn zu verweisen.
Fazit: Gott ist der größte Lohn
In seinem Schlussappell kehrt der Prediger zum Ausgangspunkt zurück: Gott ist genug. Er ist der Schild und der sehr große Lohn. Er mahnt, Gott nicht als Mittel zum Zweck zu missbrauchen, sondern Ihn um Seiner selbst willen zu lieben und anzubeten. Die Erkenntnis, dass Jesus unsere größte Belohnung ist, verändert die Perspektive auf das Leben, die Prioritäten und die Quelle wahrer, dauerhafter Freude.
Bibelstellen:
1. Mose 15,1 | Psalm 16,11 | Psalm 73,25 | Matthäus 10,39 | Lukas 18,29-30 | Philipper 3,8 | 1. Petrus 3,18 | Offenbarung 21,3
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