In der Predigt „Das Geschenk der Gotteskindschaft“ beleuchtet Prediger Benjamin Christian mit tiefgehender Überzeugung die transformierende Kraft und die unermessliche Bedeutung dieses göttlichen Geschenks. Es ist weit mehr als nur eine theologische Kategorie; es ist die grundlegendste Veränderung, die ein Mensch erfahren kann – eine tiefgreifende Erneuerung der Identität, der Beziehung zu Gott und der gesamten Lebensperspektive. Es bedeutet, ein geliebtes Kind Gottes zu sein, eine Einladung in Gottes eigene Familie, die unsere ursprüngliche Entfremdung von Gott vollständig aufhebt.
Die biblische Grundlage: Annahme durch Glauben
Benjamin Christian beginnt seine Ausführungen mit der fundamentalen biblischen Grundlage dieser Verheißung, die in Johannes 1,12 zu finden ist: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Der Prediger erläutert, dass die Gotteskindschaft keine Errungenschaft menschlichen Strebens ist. Sie ist weder durch Blutsverwandtschaft, noch durch den Willen des Fleisches oder den Willen eines Mannes, sondern ausschließlich durch den Willen Gottes möglich. Die Voraussetzungen dafür sind klar definiert: Jesus Christus „aufzunehmen“ und „an seinen Namen zu glauben“ – ein Akt des Glaubens, der die Tür zu dieser neuen und ewigen Beziehung öffnet.
Neugeburt: Eine radikale geistliche Erneuerung
Diese Annahme an Kindes statt, so Benjamin Christian, ist untrennbar mit dem Konzept der Neugeburt verbunden. Er zitiert hierzu die Worte Jesu in Johannes 3,3: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Die Gotteskindschaft ist demnach keine oberflächliche Namensänderung, sondern eine radikale geistliche Erneuerung, die unser innerstes Wesen berührt. Wir empfangen eine neue Natur, eine göttliche Saat, die es uns ermöglicht, Gott zu erkennen, zu verstehen und in echter Gemeinschaft mit ihm zu leben. Ohne diese geistliche Wiedergeburt bleibt der Zugang zum Reich Gottes verschlossen, da die menschliche Natur aus sich selbst heraus nicht mit der Heiligkeit Gottes kompatibel ist.
Die Führung des Heiligen Geistes als Erkennungszeichen
Ein zentrales Merkmal und ein unverkennbares Zeichen der Gotteskindschaft ist nach Aussage von Benjamin Christian die Führung durch den Heiligen Geist. Er verweist auf Römer 8,14: „Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“ Der Prediger betont, dass wahre Kinder Gottes sich nicht länger primär von ihren eigenen fleischlichen Begierden, den Prinzipien der Welt oder äußeren Umständen leiten lassen, sondern eine innere Sensibilität für die Impulse und die Weisung des Heiligen Geistes entwickeln. Diese Führung äußert sich in einer veränderten Entscheidungsfindung, in einer Prioritätensetzung, die Gottes Willen über den eigenen stellt, und in einem Leben, das zunehmend Gottes Charakter widerspiegelt. Es ist ein aktiver Prozess des Zuhörens, des Vertrauens und des Gehorsams.
Abba, Vater: Die Intimität der Gotteskindschaft
Die intimste und bewegendste Facette der Gotteskindschaft ist die Erlaubnis, Gott als „Abba, Vater“ anzusprechen. Dies untermauert Benjamin Christian eindringlich mit den Worten aus Römer 8,15: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ Er erklärt, dass „Abba“ ein aramäischer Ausdruck größter Zärtlichkeit und Vertrautheit ist, vergleichbar mit „Papa“ oder „Vati“. Es signalisiert das Ende der Sklaverei unter Sünde und Gesetz, die früher mit Furcht und Distanz verbunden war. Stattdessen treten wir in eine Beziehung voller Liebe, Geborgenheit und ungehinderten Zugangs zu unserem himmlischen Vater ein. Diese tiefe Intimität wird durch Galater 4,6-7 weiter bestätigt: „Weil ihr aber Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater! So bist du denn nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe Gottes durch Christus.“ Diese Verse betonen die Befreiung von der Knechtschaft und die neue Stellung als geliebte Söhne und Töchter, die in das volle Erbe Gottes eintreten dürfen.
Gottes unermessliche Liebe für seine Kinder
Benjamin Christian hebt hervor, welch unermessliche und übernatürliche Liebe Gott uns durch dieses Geschenk erweist. Er zitiert 1. Johannes 3,1: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es auch. Darum erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.“ Diese Liebe Gottes ist so gewaltig, dass sie unser menschliches Verständnis übersteigt. Die Tatsache, dass wir nicht nur „Kinder Gottes heißen sollen“, sondern es tatsächlich „sind“, ist ein Akt reiner Gnade. Gleichzeitig macht Benjamin Christian deutlich, dass diese besondere Beziehung zur Folge haben kann, dass die Welt uns nicht erkennt oder versteht, da sie den Vater selbst nicht erkannt hat. Dies ist ein Indikator für die Echtheit unserer Beziehung zu Gott und eine notwendige Konsequenz der Absonderung für Gottes Königreich.
Innere Gewissheit und unser Erbe als Kinder Gottes
Ein weiteres, trostspendendes Privileg der Gotteskindschaft ist die innere Gewissheit, die der Heilige Geist in uns wirkt. Gemäß Römer 8,16 bezeugt „der Geist selbst zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Der Prediger Benjamin Christian erklärt, dass dies keine vage Hoffnung oder ein emotionaler Rausch ist, sondern eine tief verankerte, objektive Bestätigung, die unsere Identität als Glieder der Familie Gottes untermauert und uns Furcht und Zweifel nehmen soll.
Als Kinder Gottes sind wir auch Erben, ein Konzept, das Benjamin Christian mit Römer 8,17 erläutert: „Wenn aber Kinder, so auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir denn mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.“ Dieses Erbe ist unermesslich und umfasst nicht nur die zukünftige Herrlichkeit im Himmel, sondern auch die gegenwärtige Fürsorge, Führung und Versorgung durch Gott. Doch der Prediger weist auch auf die Bedingung hin, die untrennbar mit dem Erbe verbunden ist: Das „Mitleiden“, um „mitverherrlicht“ zu werden. Dies bedeutet nicht, dass wir aktiv Leid suchen sollen, sondern dass die Nachfolge Christi und ein Leben in der Gotteskindschaft unweigerlich Prüfungen und Schwierigkeiten mit sich bringen können. Diese Herausforderungen sind jedoch kein Zeichen der Ablehnung, sondern eine Möglichkeit, unsere Verbundenheit mit Christus zu vertiefen und an seiner Leidensgemeinschaft teilzuhaben, um letztlich auch an seiner Herrlichkeit teilzuhaben.
Gottes souveräner Plan und die Zukunft der Gotteskindschaft
Die Predigt unterstreicht zudem, dass die Gotteskindschaft kein Zufall oder ein menschlicher Verdienst ist, sondern ein von Gott selbst von Ewigkeit her geplanter und vorherbestimmter Zustand. Epheser 1,5 bekräftigt dies: „hat er uns vorherbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens.“ Dies betont die Souveränität Gottes und die Tatsache, dass unsere Erlösung und unsere neue Identität tief in seinem ewigen Ratschluss und seinem wohlgefälligen Willen verwurzelt sind. Es ist ein Akt bedingungsloser Liebe und Gnade.
Freiheit und Bestimmung: Das Leben in der Gotteskindschaft
Abschließend fasst Benjamin Christian zusammen, dass die Gotteskindschaft ein Leben in tiefer Freiheit, Sicherheit und unerschütterlicher Geborgenheit ermöglicht. Wir sind nicht länger gefangen in der Sklaverei der Sünde, sondern haben die Freiheit, ein gottgefälliges Leben zu führen, das von Liebe und Gehorsam geprägt ist. Unsere wahre Identität und unser Wert sind nicht länger abhängig von weltlichen Maßstäben oder menschlichen Meinungen, sondern fest in unserer Beziehung zum Schöpfer des Universums verankert. Dieses Geschenk bedeutet auch, Teil einer neuen, globalen Familie zu sein – der Gemeinschaft der Gläubigen – und die Gewissheit zu haben, niemals allein zu sein. Als Kinder Gottes sind wir aufgerufen, unseren Vater zu ehren, sein Wesen in der Welt widerzuspiegeln, nach Gerechtigkeit und Liebe zu streben und unser Vertrauen auch in Zeiten der Not auf seine weise Führung zu setzen. Es ist eine Einladung in eine ewige Familie, die auf Liebe, Gnade und unerschütterlichen Verheißungen Gottes gebaut ist.
Bibelstellen:
Johannes 1,12 | Johannes 3,3 | Römer 8,14 | Römer 8,15 | Römer 8,16 | Römer 8,17 | Galater 4,6-7 | Epheser 1,5 | 1. Johannes 3,1
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
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