Thementag Identität – Neu geschaffen zur Gemeinschaft mit Gott

Gemeinschaft mit Gott ist das Ziel unserer neuen Identität in Christus. Andreas Scharf ordnet die biblischen Zusagen in dieser Predigt zu einem Weg: Gott verändert unser Wesen, gibt unserem Leben eine Bestimmung und nimmt uns in eine persönliche Beziehung zu sich hinein. Der Beitrag zur Reihe „Thementag Identität“ lädt dazu ein, diese Zusammenhänge zu verstehen und die geschenkte Zugehörigkeit zu Gott persönlich zu ergreifen. Ausgangspunkt ist die neue Schöpfung in Christus; das Ziel ist eine bleibende Beziehung zu dem Gott, der uns neues Leben schenkt.

Die Reihenfolge hilft, christliche Identität zu verstehen

Andreas Scharf beginnt mit dem Bild eines Einmachglases, das mit Steinen, Sand und Wasser gefüllt wird. Die Reihenfolge entscheidet darüber, ob alles seinen Platz findet. Damit fragt er nach dem Zusammenhang der biblischen Aussagen, die an den Thementagen betrachtet werden. Die einzelnen Zusagen sind wertvoll. Zugleich baut das Verständnis unserer Bestimmung darauf auf, was Christus zuerst in uns getan hat.

Die Grundlage liegt in einer Veränderung des Wesens. Wer die christlichen Aufgaben allein als Anforderungen betrachtet, kann sich darum bemühen, ohne zu verstehen, woher die Kraft dafür kommt. Andreas Scharf richtet den Blick deshalb zuerst auf Jesu Handeln. Jesus hat sein Leben für uns gegeben, die Schuld getragen und ein neues geistliches Leben ermöglicht. Von diesem Geschenk her erschließt sich, wozu Gott Menschen gebrauchen möchte.

In Christus eine neue Schöpfung sein

Die zentrale Aussage aus 2. Korinther 5,17 beschreibt den Menschen in Christus als neue Schöpfung. Für Andreas Scharf geht es um etwas grundlegend Neues, das Gott bewirkt. Die Veränderung betrifft das Innere und die Beziehung zu ihm. Sie ist mehr als eine äußerliche Ergänzung des bisherigen Lebens. Die Predigt verbindet diese Erneuerung mit der Wiedergeburt und dem Wirken des Heiligen Geistes.

Dabei spricht Andreas Scharf auch die Spannung zwischen Gottes Zuspruch und der eigenen Wahrnehmung an. Beim Blick auf sich selbst entdeckt ein Christ möglicherweise Eigenschaften, die ihm wenig neu oder erfreulich erscheinen. Entscheidend bleibt nach der Predigt, dass die neue Schöpfung in Christus besteht. Die Grundlage unserer Identität ist sein Handeln. Diese Zusage dürfen Glaubende einander zusprechen und sich dadurch ermutigen lassen.

Auch die Aussagen, heilig und gerecht zu sein, versteht Andreas Scharf von Christus her. Ein Mensch kann daran scheitern, sich aus eigener Kraft entsprechend darzustellen. Gott schenkt ihm jedoch eine neue Stellung und neues Leben. Das gibt Sicherheit und führt zum Dank gegenüber dem, der diese Veränderung bewirkt hat. Die neue Identität verweist so auf die Größe Jesu und seines vollbrachten Werkes.

Eine neue Bestimmung: Salz, Licht und Frucht

Auf die Erneuerung des Wesens folgt der Blick auf die Bestimmung. Mit den Worten aus Matthäus 5,13-14 beschreibt die Predigt Christen als Salz der Erde und Licht der Welt. Licht macht sichtbar, und Salz gibt Geschmack und wurde auch zur Erhaltung verwendet. Die Bilder zeigen, dass die von Gott erneuerten Menschen in dieser Welt eine Aufgabe haben. Ihr Leben soll von dem geprägt sein, was sie in Christus geworden sind.

Zur Bestimmung gehört auch, Frucht zu bringen. Andreas Scharf betont, dass diese Frucht durch Gottes Wirken im Menschen entsteht. Ein Christ darf erwarten, dass Gott durch ihn handelt und Situationen verändert. Dabei stimmt Gottes Handeln mit seinem Wesen und seiner Offenbarung überein. Die Predigt ermutigt dazu, sich von ihm gebrauchen zu lassen und die eigene Aufgabe aus der Verbindung mit ihm wahrzunehmen.

Gehorsam als Ausdruck des Vertrauens

In diesem Zusammenhang erhält das Wort Gehorsam besonderes Gewicht. Andreas Scharf spricht offen darüber, dass es durch menschliche Erfahrungen belastet sein kann. Er richtet den Blick auf den guten Herrn, der den Menschen kennt und weiß, was für ihn gut ist. Ihm zu vertrauen schließt die Bereitschaft ein, sich von ihm etwas sagen zu lassen und es tatsächlich zu tun.

Der Prediger beschreibt diesen Gehorsam als ein Leben entsprechend der empfangenen Bestimmung. Niemand wird dazu gezwungen, Christ zu werden oder Gott zu gehorchen. Wer sich ihm freiwillig anvertraut und sein Kind geworden ist, darf sich auf seine Führung einlassen. Eigene Vorstellungen können diesem Vertrauen entgegenstehen. Die Bibel hilft nach der Predigt zu verstehen, wie Gott Menschen geschaffen hat, wie er sie gebrauchen möchte und wie sie in dieser Beziehung leben können.

Gemeinschaft mit Gott als Ziel der neuen Identität

Für Andreas Scharf ist es bereits eine große Zusage, dass Gott durch Menschen sichtbar werden und wirken möchte. Die Krönung liegt für ihn jedoch in der persönlichen Gemeinschaft mit Gott. Gott möchte mit den Seinen in Beziehung leben, mit ihnen reden und ihnen nahe sein. Die neue Identität ist deshalb auf ein Miteinander ausgerichtet, das das ganze Leben umfasst.

Die Bilder von Familie, Vater, Kind und Erbe helfen, diese Nähe zu erfassen. Andreas Scharf berücksichtigt dabei, dass Menschen mit Familie und Vaterschaft auch schmerzliche Erfahrungen verbinden können. Er weist auf Gott als den Vater hin, der diese Beziehung in ihrer guten Bestimmung schenkt. Menschliche Enttäuschungen sollen den Blick auf die von Gott angebotene Nähe nicht begrenzen.

Mit der Zugehörigkeit zu Gottes Familie verbindet die Predigt auch die Hoffnung auf die Ewigkeit. Das geistliche Leben beginnt bereits hier. Die Gemeinschaft mit Gott reicht jedoch über das irdische Leben hinaus und findet ihre Vollendung bei ihm. Diese Aussicht zeigt, wie weit seine Absicht mit den Menschen geht, die er durch Jesus Christus erneuert hat.

Die geschenkte Zugehörigkeit im Alltag ergreifen

Die Predigt lädt dazu ein, den Zusagen zu vertrauen und darin zu leben. Gottes Gemeinschaft betrifft die persönlichen Bedürfnisse und den Weg durch den Alltag. Sie eröffnet Raum, auf ihn zu hören, von ihm zu lernen und sich von ihm führen zu lassen. Andreas Scharf beschreibt diese Beziehung als ein Zuhause, das ein Mensch in Gott finden darf.

Dieser Blick führt zugleich zurück in die Welt und zu den Mitmenschen. Christen sollen das ausleben und weitergeben, was ihnen in Christus geschenkt wurde. Das abschließende Gebet bittet um Gnade und Weisheit für die kommende Woche und um die Bereitschaft, weitere Menschen an Gottes Einladung teilhaben zu lassen. Die Reihenfolge bleibt dabei klar: Aus dem neuen Sein in Christus erwächst das Handeln, und beides steht im Zusammenhang mit der Gemeinschaft, zu der Gott Menschen berufen hat.

Bibelstellen

2. Korinther 5,17 | Matthäus 5,13-14

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