In der Predigt über die tiefgreifende Identität als Söhne & Töchter Gottes durch Jesus betont Prediger Andreas Friesen die transformative Bedeutung dieser Berufung für jeden Gläubigen. Er führt die Zuhörer in die Vorstellungswelt einer liebevollen und allmächtigen Familie Gottes ein, in der man nicht nur willkommen, sondern zutiefst geliebt und von Gott selbst bestimmt ist. Es geht nicht um eine religiöse Titulierung, sondern um eine fundamentale Neudefinition der eigenen Existenz, die Furcht vertreibt und wahre Freiheit schenkt.
Die Grundlage unserer göttlichen Identität
Andreas Friesen leitet seine Ausführungen mit dem Kernvers aus Galater 3,26 ein: „Denn ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.“ Er erklärt, dass der Begriff „Söhne“ in diesem Kontext nicht geschlechtsspezifisch zu verstehen ist, sondern die volle Rechtsstellung, Mündigkeit und Erbberechtigung meint, die sowohl Männern als auch Frauen zuteilwird. Es ist eine Identität, die man nicht durch gute Werke oder menschliche Herkunft erlangt, sondern ausschließlich „durch den Glauben“ an Jesus Christus. Die Zugehörigkeit ist untrennbar mit der Verbindung „in Christus Jesus“ verbunden, was bedeutet, dass unsere Identität in Seiner Identität verwurzelt ist.
Gottes ewiger Plan der Kindschaft
Anschließend vertieft Prediger Andreas Friesen das Konzept der Kindschaft Gottes mit Epheser 1,5: „Denn er hat uns vorherbestimmt zur Kindschaft durch Jesus Christus für sich selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens.“ Er hebt hervor, dass unsere Kindschaft keine nachträgliche Idee Gottes war, sondern ein ewiger und liebevoller Plan, der bereits vor Grundlegung der Welt existierte. Der Begriff „Kindschaft“ wird hier mit der römischen Adoption verglichen, welche weitreichender war als die heutige. Ein adoptierter Sohn im römischen Recht erhielt nicht nur einen neuen Namen und eine neue Familie, sondern auch das volle Erbrecht und alle Schulden der Vergangenheit wurden getilgt. Diese Analogie verdeutlicht die radikale Veränderung unseres Status: Wir werden vollständig in Gottes Familie aufgenommen, unsere Vergangenheit wird ausgelöscht, und wir erben alles, was Gott gehört.
Das Recht, Kinder Gottes zu werden
Ein weiterer entscheidender Vers ist Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Andreas Friesen betont das „Recht“ oder die „Vollmacht“, Kinder Gottes zu werden. Dies ist keine automatische Zugehörigkeit, sondern eine göttliche Ermächtigung, die jenen zuteilwird, die Jesus persönlich aufnehmen und an Seinen Namen glauben. Es ist eine bewusste Entscheidung, die mit einem tiefgreifenden Wechsel der Identität einhergeht.
Merkmale und Auswirkungen der Sohnschaft in Römer 8
Besonders ausführlich widmet sich Prediger Andreas Friesen dem wichtigen Abschnitt aus Römer 8,14-17, der die Merkmale und Auswirkungen der Sohnschaft Gottes aufzeigt:
Vom Geist Gottes geleitet (V.14)
„Denn alle, die vom Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.“ (V.14) Die Leitung durch den Heiligen Geist ist das Kennzeichen der wahren Sohnschaft. Es geht darum, nicht nur den Titel zu tragen, sondern aktiv in einer Beziehung mit Gott zu leben und sich von Seinem Geist führen zu lassen.
Kein Geist der Knechtschaft, sondern der Sohnschaft (V.15)
„Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (V.15) Hier wird der tiefgreifende Kontrast zwischen einem „Geist der Knechtschaft“ (der Angst, Leistungsdruck und Sklaverei mit sich bringt) und dem „Geist der Sohnschaft“ (der Freiheit, Liebe und Geborgenheit vermittelt) deutlich. Der Ausdruck „Abba, Vater“ ist von zentraler Bedeutung, da er eine intime, vertrauensvolle und liebende Beziehung eines Kindes zu seinem Vater ausdrückt. Wir dürfen Gott ohne Furcht und mit voller Zuversicht ansprechen.
Innere Gewissheit durch den Heiligen Geist (V.16)
„Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ (V.16) Dies beschreibt die innere, unerschütterliche Gewissheit, die der Heilige Geist in uns schafft. Wir müssen nicht zweifeln; der Geist Gottes bestätigt unsere Kindschaft direkt in unserem Geist.
Erben Gottes und Miterben Christi (V.17)
„Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir denn mit leiden, damit wir auch mit verherrlicht werden.“ (V.17) Die Kindschaft bringt das volle Erbrecht mit sich. Wir sind Erben Gottes, und noch erstaunlicher: Wir sind „Miterben Christi“, teilen also dieselbe Erbschaft wie Jesus selbst. Das Mitleiden ist dabei nicht der Preis für unsere Kindschaft, sondern eine unvermeidliche Begleiterscheinung des Lebens mit Christus in einer gefallenen Welt und Teil des Weges zur Verherrlichung.
Implikationen für unser Leben als Söhne & Töchter Gottes
Andreas Friesen fährt fort, die weitreichenden Implikationen dieser göttlichen Identität zu beleuchten. Wir sind niemals allein; wir gehören zu einer göttlichen Familie, die uns bedingungslos liebt. Unsere wahre Identität kommt von Gott, nicht von unseren Leistungen, unserem Aussehen oder der Meinung anderer. Dies ist ein kraftvolles Gegenmittel gegen Identitätskrisen und Unsicherheiten. Als Kinder Gottes haben wir direkten Zugang zu unserem Vater im Himmel. Dies beinhaltet auch eine göttliche Autorität und Kraft: Wir sind nicht länger Sklaven der Angst, der Krankheit oder des Feindes. Wir tragen göttliche Autorität und können in Jesu Namen Dinge in Bewegung setzen. Unser Zweck ist es, Gottes Charakter widerzuspiegeln und an Seinem Reichsbau mitzuwirken; wir sind Seine Vertreter auf Erden.
Bestätigung durch den Heiligen Geist und göttliche Züchtigung
Im Anschluss an die tiefgreifenden Ausführungen zu Römer 8 verweist Prediger Andreas Friesen noch einmal auf Galater 4,6-7: „Weil ihr aber Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater! So bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe Gottes durch Christus.“ Dieser Vers unterstreicht nochmals die Rolle des Heiligen Geistes, der uns befähigt, Gott als intimen Vater anzusprechen und unsere Befreiung vom Status des Sklaven zu bestätigen.
Zudem greift Andreas Friesen das Thema der Züchtigung auf, welches in Hebräer 12,5-8 behandelt wird: „Und ihr habt die Ermahnung vergessen, die zu euch redet wie zu Söhnen: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn, noch verzage, wenn du von ihm gestraft wirst; denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er aufnimmt.« Wenn ihr Züchtigung erduldet, so verfährt Gott mit euch als mit Söhnen; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?“ Andreas Friesen erklärt, dass göttliche Züchtigung kein Zeichen der Ablehnung ist, sondern ein Beweis der Liebe und Fürsorge Gottes. So wie ein guter Vater seine Kinder erzieht und korrigiert, tut Gott dies auch, um uns zu unserem Besten zu formen und uns an Seiner Heiligkeit teilhaben zu lassen. Es ist ein Privileg der Sohnschaft, nicht eine Bestrafung.
Aufruf zur Annahme unserer Identität
Abschließend ermutigt Prediger Andreas Friesen die Zuhörer, diese göttliche Identität als Söhne & Töchter Gottes vollends anzunehmen und danach zu leben. Er fordert dazu auf, die Furcht abzulegen, eine tiefe und intime Beziehung zu Gott zu pflegen und mutig in der göttlichen Autorität zu wandeln. Die Predigt schließt mit einem Gebetsangebot für diejenigen, die Jesus als ihren Herrn annehmen und als Kinder Gottes leben möchten, sowie für jene, die ihr Leben neu Gott weihen wollen, um in dieser wahrhaftigen und mächtigen Identität zu wachsen. Der Kern der Botschaft ist die unfassbare Liebe Gottes, die uns durch Jesus Christus zu Seinen geliebten Kindern macht, mit allem, was dazu gehört: Liebe, Zugehörigkeit, Autorität, Erbe und eine ewige Beziehung.
Bibelstellen:
Johannes 1,12 | Römer 8,14 | Römer 8,15 | Römer 8,16 | Römer 8,17 | Galater 3,26 | Galater 4,6-7 | Epheser 1,5 | Hebräer 12,5-8
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
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Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
1 Predigt1. Petrus Brief
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