Prediger Andreas Scharf befasst sich in seiner Predigt “Thementage Identität” mit der Frage, was die wahre Identität eines Menschen ausmacht. Er beginnt damit, dass jeder Gläubige einen von Gott bestimmten Platz hat, unabhängig vom Alter im Glauben. Scharf betont, dass jeder Mensch Gaben besitzt, aber niemand alles kann, und warnt vor Neid, Undankbarkeit oder dem Wunsch, jemand anderes zu sein. Anhand des Beispiels von Robert Redford illustriert er, dass die menschliche, oberflächliche Wahrnehmung einer Person (was man hat, ist, kann) nicht das wahre Ich widerspiegelt. Gott hingegen sieht das Herz und bestimmt den wahren Wert eines Menschen.
Andreas Scharf kritisiert die menschliche Tendenz, Identität durch Leistung, Besitz oder äußeres Verhalten zu definieren, wie es beispielsweise in Vorstellungsgesprächen oder Dates der Fall ist. Er stellt heraus, dass die Identität eines Christen nicht durch horizontale, menschliche Kriterien bestimmt wird, sondern durch Gottes Schöpfungsakt, die Stellung in Christus und das, was Christus für den Menschen getan hat. Die Kernbotschaft lautet: “Du bist, was du bist in Christus.” Je besser man Christus kennenlernt, desto mehr Sicherheit und Frieden findet man in der eigenen Identität, auch wenn sich die äußeren Umstände nicht ändern. Diese Umstände erhalten jedoch eine neue Wertigkeit, da Christus das Zentrum ist.
Der Prediger grenzt die christliche Identität scharf von der Verhaltenstherapie ab, die auf Verhaltensänderung abzielt, um Anerkennung zu erlangen. Er bezeichnet dies als ein “Spielen” und warnt davor, an die Grenzen zu stoßen und unter ständigem Stress zu leben. Stattdessen ruft er dazu auf: “Werde, was du bist.” Dies bedeutet eine Wesensänderung, die aus Gott herauskommt und durch das Verinnerlichen der biblischen Wahrheit über die eigene Identität in Christus geschieht. Scharf warnt vor der teuflischen Strategie der Isolation und der Konzentration auf das Ego oder die Selbstliebe. Er betont die Bedeutung der Gemeinschaft als Leib Christi, in dem jedes Glied seinen sinnvollen Platz hat und Undankbarkeit oder Jammern fehl am Platz sind. Die Predigt schließt mit dem Verweis auf Galater 4,6-7 und Kolosser 1,27, die die Gegenwart des Geistes Christi im Herzen und die Hoffnung der Herrlichkeit betonen, die zu einem vertikalen, gottzentrierten Denken führt und die Beziehung zu Gott stärkt.
Thementage
Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr unsere Thementage bei dem jeweils zwei Brüder an einem Sonntag zu einem bestimmten Thema eine Kurzpredigt halten.
13 PredigtenFrauenfrühstück
Die Frauen unserer Gemeinde treffen sich alle paar Monate zu einem gemeinsamen Frühstück mit einem besonderen Vortrag im Anschluss.
1 Predigt1. Petrus Brief
1 PredigtJakobusbrief
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