Gott dienen durch Kraft, Zeit und Besitz

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In der Predigt mit dem Titel “Gott dienen durch Kraft, Zeit und Besitz” erläutert Prediger Micha Lenze, wie Gläubige ihr gesamtes Leben dem Dienst an Gott widmen können. Er betont, dass jeder Mensch in seinem Leben einem Zweck dient, sei es der Karriere, dem Vergnügen oder der Familie. Die eigentliche Bestimmung des Menschen ist jedoch, Gott zu dienen, da wir zu diesem Zweck geschaffen wurden. Der Dienst an Gott ist eine natürliche und erfüllende Antwort auf unsere Existenz.

Gott dienen mit unseren Gaben und Talenten

Micha Lenze beleuchtet zunächst den ersten Pfeiler des Dienstes: unsere **Kraft**, also die einzigartigen Talente und Fähigkeiten, die Gott jedem Menschen verliehen hat. Jeder Gläubige hat mindestens eine Gnadengabe erhalten, die zum Nutzen anderer und zur Ehre Gottes eingesetzt werden soll. Als biblische Grundlage dient 1. Petrus 4,10: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfachen Gnade Gottes.“ Diese Stelle betont unsere Verantwortung als Verwalter dieser Gaben.

Die Vielfalt der Gaben, wie sie in Römer 12,6-8 beschrieben werden (prophetische Rede, Dienst, Lehre, Ermahnung, Geben, Leiten und Barmherzigkeit), ist immens. Wichtiger als die Art der Gabe ist die Bereitschaft, sie treu einzusetzen. Ob in der Kinderbetreuung, technischer Unterstützung oder im Chor – jeder Beitrag dient Gott. Micha Lenze zitiert zudem Sprüche 18,16: „Das Geschenk eines Menschen macht ihm Raum und führt ihn vor große Leute.“ Dies deutet an, wie der Einsatz unserer Talente neue Möglichkeiten eröffnet.

Das entscheidende Gleichnis hierzu ist das vom Gleichnis von den anvertrauten Talenten aus Matthäus 25,14-30. Es zeigt, dass Gott nicht Perfektion, sondern Treue und die Bereitschaft erwartet, das Anvertraute einzusetzen. Die Warnung „Dem, der hat, wird gegeben; dem, der nicht hat, wird auch das genommen, was er hat“ unterstreicht die Notwendigkeit, unsere Gaben aktiv zu nutzen, um geistlich zu wachsen.

Zeit für Gott: Ein entscheidender Schritt zum Dienen

Der zweite Bereich, um Gott zu dienen, ist unsere **Zeit**. Micha Lenze bezeichnet Zeit als eine nicht erneuerbare Ressource, deren Nutzung unsere wahren Prioritäten offenbart. Er fordert dazu auf, die Zeit weise zu nutzen und sie aktiv „auszukaufen“, wie in Epheser 5,15-16 steht: „So achtet denn genau darauf, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, die die Zeit auskaufen.“ Dies bedeutet, bewusste Prioritäten für Dinge von ewigem Wert zu setzen.

In diesem Zusammenhang wird auch Psalm 90,12 genannt: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Es geht darum, Gott die „Erstlingsfrüchte“ unserer Zeit zu widmen, sei es in täglicher stiller Zeit, Gebet, Bibellese oder dem Besuch von Gottesdiensten. Micha Lenze verweist auch auf Kolosser 4,5: „Wandelt weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus“, was die Nutzung unserer Zeit für evangelistische Zwecke einschließt.

Die Dringlichkeit der Prioritätensetzung wird durch Haggai 1,5-6 verdeutlicht, wo menschliche Anstrengungen fruchtlos bleiben, wenn Gott nicht an erster Stelle steht. Eine bewusste Zeitplanung für Gott und den Dienst an anderen führt zu Segen und Erfüllung.

Finanzielle Hingabe: Besitz und Geld im Dienst für Gott

Der dritte Bereich, um Gott zu dienen, sind unsere **Besitztümer** und unser Geld. Micha Lenze betont die grundlegende Wahrheit, dass alles von Gott kommt und wir lediglich Verwalter sind. Dies wird in 1. Chronik 29,14 deutlich: „Denn von dir kommt alles, und von deiner Hand haben wir dir gegeben.“ Geben ist ein Akt der Anbetung und des Vertrauens.

Laut 2. Korinther 9,7 liebt Gott einen „fröhlichen Geber“, der aus dem Herzen gibt. Micha Lenze spricht über das Prinzip des Zehnten als biblisches Modell des Dienens und Vertrauens. Maleachi 3,10 fordert auf, Gott im Geben zu „prüfen“, mit der Verheißung überwältigenden Segens. Geben dient nicht primär der Kirchenfinanzierung, sondern ist Ausdruck unserer Abhängigkeit und unseres Vertrauens in Gottes Versorgung.

Micha Lenze weist darauf hin, dass Gott unsere Bedürfnisse erfüllen wird, wenn wir ihm zuerst dienen, wie es in Philipper 4,19 steht. Er warnt jedoch auch davor, materielle Güter zu vergöttern und zitiert Matthäus 6,19-21 („Sammelt euch nicht Schätze auf Erden…“) und Matthäus 6,24: „Niemand kann zwei Herren dienen… Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.

Fazit: Ein umfassender Ruf zum Dienen

Abschließend fasst Prediger Micha Lenze zusammen, dass das Gott dienen mit unserer Kraft, Zeit und unserem Besitz ein umfassendes Konzept ist, das jeden Bereich unseres Lebens betrifft. Dieser Dienst ehrt nicht nur Gott, sondern erfüllt auch unser eigenes Leben mit Sinn, Freude und tiefem Frieden. Micha Lenze ermutigt die Gläubigen, diese Prinzipien aktiv umzusetzen, um ein erfülltes Leben in Gottes Gegenwart zu führen und ewige Belohnungen zu erfahren. Nur wer Gott ganz dient, findet wahre Bestimmung und erlebt den Segen, den er bereithält.

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Bibelstellen:

1. Chronik 29,14 | Psalm 90,12 | Sprüche 18,16 | Haggai 1,5-6 | Maleachi 3,10 | Matthäus 6,19-21 | Matthäus 6,24 | Matthäus 25,14-30 | Römer 12,6-8 | 2. Korinther 9,7 | Epheser 5,15-16 | Philipper 4,19 | Kolosser 4,5 | 1. Petrus 4,10

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