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Wie sieht mich Gott?

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg! Psalm 139,23.24
Wir alle benötigen es, dass Gott unser Herz erforscht und uns zeigt, wie wir wirklich sind. Wenn die Beurteilung uns selbst überlassen bleibt, neigen wir dazu...
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Wann ist ein Christ ein Christ? 

Zur Bezeichnung "Christ"
Die Bezeichnung "Christ" kommt in der Bibel dreimal vor. Zum ersten Mal tritt diese Bezeichnung auf, als in Antiochia die, die der Jesu Lehre nachfolgten, als Christen bezeichnet wurden Apostelgeschichte 11,26. "Christ" bedeutet zu Christus gehörig, Anhänger Christi.

Christen sind Schüler Jesu
Die Jünger ("Schüler"), die Christen genannt wurden, waren zu Jesu Lebzeiten alle Männer und Frauen, die Jesus auf seinen Wanderungen folgten, um von ihm zu lernen. 


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Seit seinem Tod und seiner Auferstehung bedeutet dies, dass Christen einem nicht für unsere Augen sichtbaren Jesus folgen. Für das Leben als Christ nach Jesu Tod wurden den Christen zwei Hilfen gegeben: zum einen die Bibel, aus der sie lernen, was für ein Leben mit Jesus wichtig ist und zum anderen der Heilige Geist, der den Christen alles erklärt und sie an das erinnert, was sie gelernt haben (Johannes 14,26). Wer Jesus nachfolgt, ist also immer gleichzeitig sein Schüler.

Buße ist nötig, um Christ zu werden
Um Jünger oder Nachfolger Jesu zu werden, bedarf es einer „Umkehr“ (so Luther, eigentlich "Buße", Apostelgeschichte 11,18, Apostelgeschichte 20,21) oder „Bekehrung“ (eigentlich „Wendung“ oder „Rückkehr“, Apostelgeschichte 3,19 u.v.a.). Im Alten Testament konnte die „Rückkehr“ nicht mehr als eine Rückbesinnung auf Gott den Schöpfer sein, der jeden Menschen gemacht hat (Psalm 139,13), aber seit Jesu Tod und Auferstehung geht es bei der Bekehrung um weit mehr.

Die Bedeutung des Opfers Jesu
In der Tradition der jüdischen Sühneopfer starb Jesus am Kreuz als perfektes menschliches Opfer (das „Opferlamm“, )


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siehe Jesaja 53,4-7; Johannes 1,29). Deshalb kann sich bis heute jeder Mensch auf Jesu stellvertretenden Tod berufen, womit seine eigene Schuld vor Gott vollständig und ein für allemal beglichen ist (Römer 8,3; Römer 10,4; Hebräer 10,10). 



Dem muss logischerweise vorausgehen, dass der Mensch anerkennt, schuldig zu sein („Buße“). Woran schuldig? In Gedanken, Worten und Werken verstoßen wir jeden Tag gegen das, was Gott möchte: gegen die Einhaltung der 10 Gebote, gegen die Liebe, die wir den anderen zeigen sollen usw. Wir müssen einsehen, dass wir - auch durch noch so gute Taten - es nie dahin bringen werden, nach unseremTod von Gott als sündlos angesehen zu werden und bei ihm bleiben können (2.Korinther 5,10).

Paulus sagt:
Das Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
Römer 7,18


Vertraut ein Mensch jedoch auf Jesus und die Gültigkeit seines Opfers, so wird er im Gericht vor Gott als gerecht, als schudlos befunden (Römer 3,24). Daher sagt Jesus, „ich bin der Weg“ (Johannes 14,6).

Glaubensgrundsätze
Der Glaube an Jesus Christus als persönlicher Retter setzt andere Bekenntnisse voraus oder zieht sie nach sich:


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Es wird ein gerechtes Gericht Gottes geben, dessen Ergebnis für mich möglicherweise schlecht ausfallen könnte (Römer 2,5-10). 






Jesus war der von Gott gesandte Christus, Gottes Sohn und damit göttlich – sonst wäre sein Tod kein perfektes und damit vor Gott gültiges Opfer gewesen.

Jesus ist von den Toten auferstanden. Der Tod konnte ihn nicht binden (Apostelgeschichte 2,24). Damit war sein Ziel erreicht (Johannes 19,30): allen Menschen, die zu ihm gehören, den Weg vom Tod ins Leben zu ebnen (Johannes 5,24). Wäre Jesus nicht auferstanden, so wäre der christliche Glaube vergeblich (1.Korinther 15,14).

Es kann keinen anderen Weg zu Gott geben als durch Jesus Christus (Johannes 14,6; Apostelgeschichte 4,12); denn ziehe ich noch andere Wege zu Gott in Betracht, so gehe ich von der Möglichkeit aus, dass Gott sich im Gericht von einem gut geführten Leben doch noch beeindrucken und überzeugen lassen würde. Damit würde ich die Bedeutung Jesu Tod am Kreuz als für mich nicht entscheidend ansehen.

Was passiert bei der Umkehr?
Ein Christ ist also jemand, der erkennt, dass er sündig ist und sich in einem Gebet zu Gott auf Jesu Opfertod beruft, um von Gott freigesprochen zu werden. Wer dies bewusst getan hat, weiß, dass er nun Christ ist. Ist sich jemand nicht sicher, ob er das so ausdrücklich jemals getan hat, so kann er es auch einmal in aller Deutlichkeit, vielleicht in Gegenwart von Zeugen tun oder schriftlich für sich niederlegen, um nicht mehr daran zweifeln zu müssen. Dabei kann man sich auf die Zusage Gottes verlassen: 

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht und vergibt uns die Sünden und macht uns rein von aller Ungerechtigkeit.
1.Johannes 1,9


Als Christ ist man mit Gott versöhnt (2.Korinther 5,19), man „hat das Leben“ (1.Johannes 5,12) und lebt in Gemeinschaft mit Gott. Das geschieht konkret durch den Heiligen Geist, der mit der Bekehrung in diesen Menschen einzieht (Epheser 1,13; Römer 8,16). Ein Christ gehört nicht mehr sich selbst, sondern Jesus Christus (Römer 14,8), gleichzeitig gehört er aber auch zum „Leib Christi“ (Römer 12,5), also der Gemeinde (d.h. die Gesamtheit der Christen). Letzteres ist der Grund, warum ein Christ, meist aus innerem Antrieb heraus, die Gemeinschaft mit anderen Christen sucht.

Das Leben als Christ


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Ein Mensch, der in diesem Sinne Christ ist, wird in der Bibel auch als „Kind Gottes“ bezeichnet (Johannes 1,12; Römer 8,15; Galater 3,26). Der Einschnitt im Leben dieses Menschen ist so groß, dass er von Jesus mit einer neuen Geburt verglichen wird (Johannes 3,3-8). Diese Person gilt vor Gott als neu geschaffen, der bisherige Mensch wird für tot erklärt (2.Korinther 5,17). 

Wer dieses Ereignis öffentlich bezeugen will, kann sich symbolisch für den eigenen Tod und die Auferstehung ganz in Wasser eintauchen lassen – die Taufe (Kolosser 2,12). 

Es beginnt ein neues Leben, wie für ein Neugeborenes das Leben beginnt. Aber so wie das Neugeborene wächst, größer wird und sich entwickelt, muss sich auch das Leben eines Christen entwickeln. 

Jemand, der sich auf Christus beruft, steht damit nicht nur in einer persönlichen Beziehung zu Gott, sondern in einem festen Bund. Den Alten Bund (= Altes Testament) schloss seinerzeit Gott mit Abraham. Dieser bezog sich sowohl auf Abraham als auch auf all seine Nachfahren und damit auf das Volk Israel (1.Mose 15). Den Neuen Bund (Neues Testament) schließt Gott durch Jesus mit allen Menschen, die sich Jesus Christus anschließen ( „in meinem Blut“ Jeremia 31,31; Lukas 22,20). Gott geht dabei die Selbstverpflichtung ein, den Christen die Treue zu halten, selbst dann noch, wenn sie ihm untreu werden sollten (2.Timotheus 2,13).

Dadurch, dass ein Christ von seiner Schuld befreit ist, gilt er vor Gott (bereits vor seinem Tod) als „heilig“ (1.Petrus 2,9; Hebräer 10,14; Römer 1,7). Das bedeutet, dass Gott ihm keine Schuld mehr anrechnet. Gott möchte, dass sich nun ein frischgebackener Christ radikal dem Guten zuwendet (Römer 12,1). Der Zweck ist aber nicht, sich Gottes Gunst zu erwerben, sondern eine liebevolle Gemeinschaft zwischen den Christen zu ermöglichen und die Liebe Christi auch Nichtchristen spüren zu lassen. Hier soll nun ein echter Lebensstil der Nachfolge und Jüngerschaft beginnen. Und die Bibel spart nun wirklich nicht mit teilweise sehr konkreten Anweisungen für das Leben als Christ. Aber wir stehen mit diesen Anweisungen nicht allein da, sondern dürfen auf Gottes Hilfe bei dieser Veränderung hoffen: 

Er selbst bewirkt ja beides in euch: den guten Willen und die Kraft, ihn auch auszuführen.
Philipper 2,13


Wie beurteilen wir, ob jemand Christ ist?
Weil Christsein und der entsprechende christliche Lebensstil (leider) oft auseinander klaffen, ist es für uns häufig schwer zu beurteilen, ob jemand anders ein Christ ist. In der Praxis bedienen wir uns meist solcher Indizien wie die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, Bibelfestigkeit, lautes Gebet, einen bibeltreuen Lebensstil und natürlich christliche Eigenschaften, wie sie in Galater 5,22 beschrieben werden: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ Nach dieser Beschreibung könnte es aber auch mal sein, dass man einen Nichtchristen für einen Christen halten könnte, wenn dieser einen entprechenden Lebensstil und ein den Nächsten liebendes Verhalten aufweist.

Um als Mensch zu beurteilen, ob jemand anders Christ ist, sind dies also sehr wacklige Kriterien. Hat sich jemand erst vor kurzem bekehrt, so hat er vielleicht noch nicht genug Zeit gehabt, sich zu verändern, oder er kennt die Bibel noch nicht gut genug, um zu wissen, wie er jetzt leben soll. 


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In Galater 5 werden diese christlichen Eigenschaften ja auch als Früchte "des Geistes“ und nicht des Menschen bezeichnet. Als Früchte müssen sie erst heranreifen, man erntet sie nicht sofort. Wer die Äußerlichkeiten zum entscheidenden Kriterium macht, wird in der Konsequenz immer wieder auf die Frage stoßen, ob er selbst Christ ist. Viel wesentlicher ist, ob jemand sich deutlich zum christlichen Glauben bekennt (Römer 10,8). 

Gott sei Dank ist es aber nicht unsere Aufgabe, über jemand anderen zu entscheiden, ob er nun Christ ist und zu Gott kommen wird oder nicht. Dies würde vielleicht manchmal den Umgang mit anderen einfacher machen, wenn man so genau Bescheid wüsste. Aber wir müssen uns wohl damit begnügen, zu wissen, dass Gott diese andere Person ganz genau kennt und er sich nichts vormachen lässt.

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.
1.Samuel 16,7


Kennt jemand die hier aufgeführten biblischen Aussagen nicht, lehnt er sie ab, oder propagiert er Lehren, die diesen Aussagen widersprechen, so gehen wir eher davon aus, dass diese Person kein Christ ist. Die letztgültige Entscheidung fällt Gott – wobei er seinem Wort, der Bibel, treu bleiben und sich an die Kriterien halten wird, die er uns darin mitgeteilt hat.

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